Ausgewandert

Informationsaustausch zu USA Reisen, Umziehen, Auswandern, Schüleraustausch
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PostPosted: Fri Nov 02, 2007 2:12 pm 
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Joined: Fri Nov 02, 2007 11:12 am
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Hallo zusammen,

ich bin noch recht neu hier und habe mir den einen oder anderen Thread schon durchgelesen, möchte aber trotzdem mal meine Lage und Gedanken schildern.

Ich bin 33 Jahre alt und war bisher erst einmal in den USA (2003 für zwei Wochen auf Urlaub), habe die Zeit allerdings mit amerikanischen Freunden verbracht statt mit deutschen Touris. Trotzdem war es natürlich ein Urlaub, d.h. die Arbeitsbedingungen, gesellschaftliche und politische Regelungen etc. sind mir weitgehend fremd geblieben. Trotzdem habe ich mich in das Land und die Leute "verliebt".

In Deutschland hält mich, trotz phantastischer Familie (damit meine ich jetzt Mutter, Vater, Großeltern und Geschwister; Lebenspartner und eigene Kinder habe ich nicht), nicht so viel, schon seit meiner Schulzeit wollte ich eigentlich immer mal in ein anderes Land und dort leben. Vielleicht nur für ein paar Monate oder Jahre, vielleicht aber auch endgültig.. wer weiß. Gescheitert ist schon allein der Versuch immer an Selbst- oder Fremdzweifeln, sprich: entweder fand ich es selbst aussichtslos oder jemand der mir nahesteht, und ich habe diese Ängste dann übernommen.

Schüleraustausch war damals nicht möglich, weil meine Eltern da nicht mitgespielt haben, und nach besagtem Urlaub 2003 in Washington State habe ich mich mal selbst informiert, auf welchem Wege man in die Staaten gelangen kann, um dort zu leben und zu arbeiten. Auch da erschien mir das ganze Unterfangen letztendlich wieder aussichtslos, denn ich kann außer einem mittelmäßigen Abitur und einer Ausbildung zur Chemisch-technischen Assistentin mit damals 3 (heute 7) Jahren Berufserfahrung nicht viel vorweisen. An die Lotterie habe ich mich damals nicht getraut bzw. wollte eigentlich viel unmittelbarer in die Staaten zurück.

Ich habe also vier Jahre weiter in meiner alten Firma gearbeitet, aber zufriedener wurde ich in der Zeit nicht. Ich muss dazu sagen, dass ich mich auch in meinem Job, an der Stelle, wo ich gearbeitet habe, nicht wirklich wohl gefühlt habe. Das hat sich schließlich so zugespitzt, dass ich momentan arbeitslos bin und mich umorientieren möchte.

Washington State habe ich nie wirklich vergessen. Ich weiß, dass die Bedingungen in Amerika härter sind als in Deutschland, aber trotzdem fand ich die gesamte Atmosphäre und die Leute dort sehr viel entspannter und freundlicher als hier. Der Abschied von meiner Familie und meinen Freunden würde mir zwar schwer fallen, aber ich denke, dass ich es dennoch wagen würde, auch allein. Die Frage ist nur, wie.

Meine berufliche Umorientierung hatte ich ursprünglich in den sozialen Bereich geplant, und zwar möchte ich nächstes Jahr gern ein Bachelorstudium Soziale Arbeit starten. Das würde sich wiederum weitere drei Jahre hinziehen, und wenn ich 2011 dann hoffentlich meinen Abschluss in der Hand halte, wird auch ein Sparvertrag frei, der mir die Übersiedlung ermöglichen könnte. WENN ich denn eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung bekäme, und einen Job.

Ich frage mich jetzt aber, ob ich statt der kompletten Umorientierung nicht vielleicht besser eine Weiterbildung zur Chemotechnikerin machen soll, denn da besteht laut

http://online.onetcenter.org/

in den USA Bedarf, an Sozialarbeitern dagegen nur im psychotherapeutischen Bereich oder der Drogenprävention.

Vorstellbar wäre das natürlich. Zudem sieht es nach bisherigem Nachforschen so aus, als würden chemische Laboranten zumindest in der Gegend um Spokane nicht gesucht. Und dort würde ich am liebsten hin, weil ich dort eben schon jemanden kenne.

Bis ich auswandern würde, gehen mindestens noch vier Jahre ins Land, die ich nutzen möchte, um mich weiter zu informieren und dann mit solidem Hintergrundwissen zu entscheiden. Aber auch, natürlich, um schon mal Ausschau nach Auswanderungsmöglichkeiten zu halten, sei es nun über einen Job oder per Lotterie.

Bei letzterer frage ich mich, ob ich mich dieses Jahr schon bewerben sollte, wenn ich doch erst in vier Jahren den Sprung machen kann. Hier im Forum habe ich schon gelesen, dass man die Zeit bis zur endgültigen Einreise verlängern kann, und sollte ich eine GC für 2009 gewinnen, würde es ja nur einmalige Verlängerung bedeuten - vorausgesetzt, dass ich das Studium reibungslos packe natürlich. Aber ich habe auch gelesen, dass es schwierig ist, eine Verlängerung zu erhalten.

Wie würdet ihr vorgehen? Und wie sind die Aussichten, es auch tatsächlich dort zu packen? Ich weiß nämlich nicht, ob ich mir im Fall des Falles auch den Rückzug nach DE wieder leisten könnte...


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PostPosted: Fri Nov 02, 2007 6:53 pm 
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Joined: Fri Sep 03, 2004 5:27 am
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Meine Meinung ist, wenn Du es wirklich willst, pack es an. Es wird schon irgendwie gehen. Beteilige Dich sofort an der Lotterie. Es heißt ja nicht, daß Du gleich gewinnst, und wenn doch, dann nix wie rüber. Wenn Du Leute kennst, die Dich in Washington unterstützen können, schalt sie ein. Wenn nicht, gehste erstmal woanders hin. Mach Dich jetzt bloss nicht an den einen Staat fest. Das ist hier eh nie machbar je nachdem welchen Beruf man hat oder für welche Firma man arbeitet. Hier ist viel mit Reisen und Umziehen.

Solange Du noch in D bist, gehe die Chemiker Schiene weiterhin nach. Klar ist es hier schwerer, aber schaffen kann man es immer. Die Möglichkeiten sind nämlich vielfältiger. Und wenns wirklich nicht mehr geht hilft ja manchmal die deutsche Botschaft. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt :-D

Und Du hast ja hier das Forum :wink:


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PostPosted: Sat Nov 03, 2007 5:06 am 
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Joined: Wed Jul 13, 2005 6:27 pm
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Im gorssen und ganzen wuerde ich mich American anschliessen.

Wenn du dich nur ueber die Lottery bewerebn willst kannst entweder nochmal studieren oder das soziale machen, das dann eigentlich wurscht. Wenn du Chancen ueber ein Arbeitsvisum haben moechtest,dann auf jedenfall studieren.

Angenommen da gewinnst,ist der ungefaehre Ablauf so: benachrichtigungen kommen Mai-Juli 2008,je nach casenummer hast dein interview zwischen August 2008 und anfang 2009.Danach hast 6 Monate um zu aktivieren,dann nochmal 6 Monate um umzuziehen.

Falls das nicht reicht kannst dann beim aktivieren eine re-entry fuer 2 jahre beantragen.

Auch weurde ich mich nicht auf einen Staat festlegen. Geh dahin wo die Arbeit ist und dwenn du dann Fuss gefasst hast, kannst immernoch umziehen.


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PostPosted: Sat Nov 03, 2007 5:58 am 
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Joined: Fri Nov 02, 2007 11:12 am
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Danke euch beiden erst mal für die ermutigenden Antworten. :)
Stimmt, vielleicht sollte ich mich erst mal nicht an einem Staat festmachen. Aber ich dachte, dass mir der Anfang leichter fallen würde, wenn ich dort schon Kontakte habe... finanziell unterstützen könnten sie mich ganz sicher nicht, das würde ich aber auch nicht wollen. Aber sie könnten vielleicht in der ersten Zeit mit Rat und Tat zur Seite stehen und mir das Einleben ein bißchen erleichtern.

Zum Studium: In wie weit wäre der B.A. in Sozialer Arbeit drüben denn überhaupt verwertbar? Darauf bezog sich das Studium nämlich an sich.. es wäre kein Uni-Studiengang sondern "nur" FH, und ich weiß nicht, ob die bachelors mittlerweile international so weit angeglichen sind, dass ein deutscher B.A. dem amerikanischen entspricht?

Chemotechniker ist, soweit ich weiß, "nur" eine Weiterbildung an einer Fachschule und wird in den USA auch nicht mal unter den für die GreenCard notwendigen Kategorien 4-5 eingestuft, sondern unter 3. Allerdings kam es mir so vor, als wäre die Jobbeschreibung schon jetzt weitgehend passend auf meine CTA-Ausbildung. Und immerhin besteht daran dennoch Bedarf.

Generell würde ich lieber für und mit Menschen arbeiten statt in der Industrie. In welcher Richtung, weiß ich noch nicht, aber wieso nicht mit psychisch Kranken oder Drogenabhängigen. Ich überlege dennoch, ob ich dabei bleiben soll, denn das Studium müsste ich auch allein finanzieren, es wäre Vollzeit, und ich frage mich, ob ich dann vielleicht letztendlich auch an den freiwerdenden Sparvertrag noch müsste, wenn das bisher Angesparte und in der Zeit dazuverdiente nicht für Studium und Lebensunterhalt ausreicht. Dann würde es aber nicht mehr für die GC reichen. Und würde es in den USA überhaupt zählen?


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PostPosted: Sat Nov 03, 2007 5:22 pm 
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Joined: Wed Jul 13, 2005 6:27 pm
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Ich kann dir nur soweit was dazu sagen, das Studium zaehlt schon, nur der Abschluss meist nicht. Du wirst noch Pruefungen und/oder License fuer den jeweiligen Staat nachmachen muessen.

Da du Abitur hast,reicht das schon alleine fuer die Lottery.Beruf hast du auch,also reicht es allemal.

Wenn du es nicht so unbedingt ueber Arbeitsvisum versuchen willst,dann lerne das was du gerne moechtest.



Quote:
Aber ich dachte, dass mir der Anfang leichter fallen würde, wenn ich dort schon Kontakte habe... finanziell unterstützen könnten sie mich ganz sicher nicht, das würde ich aber auch nicht wollen. Aber sie könnten vielleicht in der ersten Zeit mit Rat und Tat zur Seite stehen und mir das Einleben ein bißchen erleichtern.


das natuerlich richtig, aber man kann auch auf Entfernung Kontakt halten,hauptsache du hast erstmal einen Job usw. :wink:

Quote:
und ich frage mich, ob ich dann vielleicht letztendlich auch an den freiwerdenden Sparvertrag noch müsste, wenn das bisher Angesparte und in der Zeit dazuverdiente nicht für Studium und Lebensunterhalt ausreicht. Dann würde es aber nicht mehr für die GC reichen.


Erstmal solltest du nicht davon ausgehen das du gleich gewinnst. Wenn es denn dann doch so sein sollte,wird ja noch Geldueber sein 2009/2010 und zur Not koennte man das Studium ja abrechen (eigentlich schlechter Vorschlag) denn du hast ja einen Beruf in dem du hier arbeiten koenntest.
das einzigste was ich empfehlen wuerde,das du das Geld fuer einen eventuellen Rueckflug irgendwo "parkst",damit du ein wenig Sicherheit hast.

es ist schwierig da was zu raten,weil nur du deine Lage wirklich einschaetzen kannst.


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PostPosted: Sat Nov 03, 2007 7:28 pm 
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Joined: Fri Nov 02, 2007 11:12 am
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rabiene wrote:
Ich kann dir nur soweit was dazu sagen, das Studium zaehlt schon, nur der Abschluss meist nicht. Du wirst noch Pruefungen und/oder License fuer den jeweiligen Staat nachmachen muessen.

Da du Abitur hast,reicht das schon alleine fuer die Lottery.Beruf hast du auch,also reicht es allemal.

Wenn du es nicht so unbedingt ueber Arbeitsvisum versuchen willst,dann lerne das was du gerne moechtest.


Hm, das Arbeitsvisum stelle ich mir irgendwie immer noch sehr schwer bis völlig unmöglich vor.. da verlasse ich mich dann doch, obwohl ich normale Lotterien ablehne, lieber mal auf eben jene... hab schon oft genug Glück gehabt, wenn ich mir etwas mal wirklich in den Kopf gesetzt habe. Aber klar, es kann auch schief gehen und ich warte in zehn Jahren noch drauf.



Quote:
das einzigste was ich empfehlen wuerde,das du das Geld fuer einen eventuellen Rueckflug irgendwo "parkst",damit du ein wenig Sicherheit hast.


Mhh.. dann klappts aber in den vier Jahren sowieso nicht. Aber sinnvoller wäre es natürlich, da stimme ich dir zu.

Die Mindestsumme von 10.000$ ist auch nicht wirklich ausreichend, oder? Es müsste eigentlich das Doppelte sein, wegen der fehlenden Credit History..? Kann man das umgehen, wenn man auch in DE schon eine Visa-Card besitzt? Oder geht es nicht um Kreditkarten, sondern um den elektronischen Zahlungsverkehr innerhalb der USA? Ab und an (aber nur sehr selten) bestelle ich so ja auch mal etwas drüben...


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PostPosted: Sun Nov 04, 2007 6:15 am 
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Joined: Wed Jul 13, 2005 6:27 pm
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Die Mindestsumme von 10.000$ ist auch nicht wirklich ausreichend, oder? Es müsste eigentlich das Doppelte sein, wegen der fehlenden Credit History..? Kann man das umgehen, wenn man auch in DE schon eine Visa-Card besitzt? Oder geht es nicht um Kreditkarten, sondern um den elektronischen Zahlungsverkehr innerhalb der USA? Ab und an (aber nur sehr selten) bestelle ich so ja auch mal etwas drüben...


Wenn das so waere haetten wir alle nicht soviel am Hals mit der CH :wink:

Was du in D machst oder ob du in USA was bestellst hat keinerlei Einfluss auf die CH hier., weil diese Transaktionen ja nicht an die Kreditbueros gemeldet werden.

Die 10K sind eigentlich ganz ok,solange man nicht in Saus und Braus lebt und schnellstmoeglich einen Job bekommen kann.


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PostPosted: Sun Nov 04, 2007 6:36 am 
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Joined: Fri Nov 02, 2007 11:12 am
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Man kann ja mal hoffen.. *g*
Danke dir erst mal. Ich werd mich dann mal fleißig umschauen und informieren (den Arbeitsmarkt sehe ich mir auch an, aber irgendwie hab ich da trotzdem recht wenig Hoffnung), und euch ab und an einfach wieder nerven, wenn ich mal nicht weiter weiß.

Liebe Grüße
Martina


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PostPosted: Sun Nov 04, 2007 6:40 am 
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Joined: Wed Jul 13, 2005 6:27 pm
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MotteTina wrote:
Man kann ja mal hoffen.. *g*
Danke dir erst mal. Ich werd mich dann mal fleißig umschauen und informieren (den Arbeitsmarkt sehe ich mir auch an, aber irgendwie hab ich da trotzdem recht wenig Hoffnung), und euch ab und an einfach wieder nerven, wenn ich mal nicht weiter weiß.

Liebe Grüße
Martina


Tu' das und viel Glueck und wenn was ist, ruhig nerven, wir sind's ja gewohnt :wink:


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